Verantwortungsvolles Spielen

Sicherheit, Prävention und Spielerschutz

Unser Engagement für Ihre Sicherheit

Glücksspiel ist eine Form der Unterhaltung, die seit Jahrhunderten existiert. Für die überwiegende Mehrheit der Menschen ist es ein harmloses Freizeitvergnügen – ein Spiel mit dem Zufall, das Spannung verspricht. Doch wir sind uns der Tatsache bewusst, dass Glücksspiel auch Risiken birgt. Wenn aus dem Wunsch nach Unterhaltung ein innerer Zwang wird, verliert das Spiel seinen spielerischen Charakter.

Als Anbieter nehmen wir unsere Verantwortung sehr ernst. Spielerschutz ist für uns keine gesetzliche Pflichtübung, sondern der Grundpfeiler unseres Angebots. Wir sind davon überzeugt, dass ein nachhaltiges Spielerlebnis nur in einer sicheren Umgebung möglich ist. Unser Ziel ist es, Sie umfassend zu informieren, Ihnen Werkzeuge zur Selbstkontrolle an die Hand zu geben und Sie im Ernstfall an professionelle Hilfsstellen weiterzuleiten. Wir stellen den Menschen über den Profit.

Prävention: So behalten Sie die Kontrolle

Der beste Schutz vor problematischem Spielverhalten ist ein bewusster Umgang mit dem Glücksspiel, noch bevor der erste Einsatz getätigt wird. Verantwortungsvolles Spielen beginnt im Kopf. Hier sind grundlegende Verhaltensregeln, die Ihnen helfen, das Spiel als das zu behalten, was es sein soll: ein Hobby.

  1. Das Budget ist fix, nicht flexibel

    Legen Sie fest, wie viel Geld Sie maximal ausgeben können und wollen, bevor Sie zu spielen beginnen. Dieser Betrag sollte Geld sein, dessen Verlust Sie sich problemlos leisten können, ohne dass es Ihren Alltag, Ihre Miete oder Ihre Lebenshaltungskosten beeinträchtigt.

  2. Jagen Sie niemals Verlusten hinterher

    Dies ist einer der wichtigsten Grundsätze. Wenn Sie Geld verloren haben, versuchen Sie nicht, es durch höhere Einsätze oder längeres Spielen zurückzugewinnen. Das "Chasing Losses" (Verluste jagen) führt oft in eine Abwärtsspirale, da emotionale Entscheidungen rationales Handeln ersetzen.

  3. Zeitmanagement

    Setzen Sie sich nicht nur finanzielle, sondern auch zeitliche Grenzen. Glücksspiel kann das Zeitgefühl verzerren. Stellen Sie sich einen Wecker oder nutzen Sie unsere Sitzungslimits, um sicherzustellen, dass das Spielen nicht zu viel Raum in Ihrem Alltag einnimmt.

  4. Klarer Kopf

    Spielen Sie niemals unter dem Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder Drogen. Auch in Phasen großer emotionaler Belastung – wie Trauer, Wut oder Depression – sollten Sie das Glücksspiel meiden. Ihre Urteilsfähigkeit ist in diesen Zuständen beeinträchtigt.

  5. Realistische Erwartungshaltung

    Verstehen Sie, dass Glücksspiel auf dem Zufallsprinzip basiert. Es gibt keine "heißen Phasen" und keine Strategien, die Gewinne garantieren. Sehen Sie den Einsatz als Preis für die Unterhaltung an, ähnlich wie bei einem Kinobesuch, und nicht als Investition, die Rendite bringen muss.

Technische Hilfsmittel zur Selbstbeschränkung

Um Sie bei der Einhaltung dieser Grundsätze zu unterstützen, bieten wir verschiedene technische Limits an, die Sie in Ihrem Konto einstellen können. Wir empfehlen jedem Spieler, diese Tools proaktiv zu nutzen, auch wenn kein problematisches Verhalten vorliegt.

Warnsignale: Wann wird es kritisch?

Der Übergang von genussvollem Spiel zu problematischem Verhalten ist oft schleichend. Es ist wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und auf Veränderungen im eigenen Verhalten zu achten. Problemspieler entwickeln oft Mechanismen, um ihr Verhalten vor sich selbst und anderen zu rechtfertigen.

Achten Sie auf folgende Warnzeichen bei sich selbst:

  • Gedankliche Vereinnahmung: Ihre Gedanken kreisen ständig um das nächste Spiel, vergangene Gewinne oder die Beschaffung von Geld für das Spielen.
  • Toleranzentwicklung: Sie müssen immer höhere Beträge setzen, um die gleiche Spannung oder den gleichen "Kick" zu erleben wie früher.
  • Kontrollverlust: Sie haben mehrfach erfolglos versucht, das Spielen einzuschränken oder ganz aufzugeben.
  • Entzugserscheinungen: Sie reagieren gereizt, unruhig oder ängstlich, wenn Sie nicht spielen können oder das Spiel unterbrechen müssen.
  • Realitätsflucht: Sie spielen, um Problemen, Stress, Einsamkeit oder negativen Gefühlen (Schuld, Angst, Depression) zu entkommen.
  • Vertuschung: Sie lügen Familienmitglieder, Therapeuten oder Freunde an, um das Ausmaß Ihrer Spielaktivitäten oder Ihre Verluste zu verheimlichen.
  • Gefährdung sozialer Bindungen: Sie riskieren oder verlieren wichtige Beziehungen, Ihren Arbeitsplatz oder Bildungschancen wegen des Spielens.
  • Finanzielle Abhängigkeit: Sie verlassen sich auf andere, um Geld zu leihen, damit Sie spielen können oder um durch das Spielen verursachte Schulden zu begleichen.
  • Illegale Handlungen: Sie ziehen in Erwägung, illegale Taten (z.B. Diebstahl, Betrug) zu begehen, um das Spielen zu finanzieren.
  • Schuldgefühle: Sie fühlen sich nach dem Spielen oft schlecht, schuldig oder beschämt, kehren aber dennoch zurück.

Fragen zur Selbsteinschätzung

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Spielverhalten noch im grünen Bereich ist, stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. Haben Sie schon einmal Geld eingesetzt, das eigentlich für Miete oder Lebensmittel gedacht war?
  2. Haben Sie das Gefühl, dass Sie erst dann aufhören können, wenn das gesamte verfügbare Geld verspielt ist?
  3. Haben Sie nach einem Verlust den dringenden Drang, sofort weiterzuspielen, um das Geld zurückzugewinnen?
  4. Verlieren Sie beim Spielen das Zeitgefühl und vernachlässigen Verabredungen oder Aufgaben?
Wichtig:

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit "Ja" beantworten, besteht Handlungsbedarf.

Das OASIS-Sperrsystem

In Deutschland ist der Spielerschutz zentral über das OASIS-System (Onlineabfrage Spielerstatus) geregelt. Dies ist eine bundesweite Datenbank, an die alle lizenzierten Glücksspielanbieter angeschlossen sein müssen.

Was ist eine Sperre?

Eine Sperre in OASIS bewirkt, dass Sie landesweit von der Teilnahme an fast allen Formen des öffentlichen Glücksspiels ausgeschlossen werden. Dies gilt sowohl für Online-Angebote als auch für landbasierte Spielhallen, Spielbanken und Sportwettbüros.

Wie funktioniert die Selbstsperre?

Sie können sich jederzeit selbst sperren lassen. Dies ist oft der effektivste Schritt, wenn Sie die Kontrolle verloren haben.

Wie funktioniert die Fremdsperre?

Auch Dritte (z.B. Anbieter oder Angehörige) können eine Sperre beantragen, wenn sie durch Dokumente oder Beobachtungen belegen können, dass ein Spieler spielsuchtgefährdet oder überschuldet ist. Der betroffene Spieler wird vor Eintragung einer Fremdsperre angehört.

Aufhebung der Sperre

Eine Sperre endet nicht automatisch. Sie muss nach Ablauf der Mindestdauer schriftlich beim Regierungspräsidium Darmstadt beantragt werden.

Weitere Informationen und Formulare finden Sie hier: https://www.oasis-spiel.de

Professionelle Hilfe und Beratungsstellen

Sie sind mit Ihrem Problem nicht allein. In Deutschland gibt es ein hervorragendes Netzwerk aus professionellen Beratungsstellen, die kostenlos, anonym und vertraulich arbeiten. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich Hilfe zu suchen, sondern ein Zeichen von Stärke und Verantwortung.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA bietet umfassende Informationen und ein Beratungstelefon.

Kostenloses Beratungstelefon: 0800 1 37 27 00

Webseite:
https://www.bzga.de
https://www.check-dein-spiel.de

Angebot: Telefonische Beratung, Online-Beratung, Selbsttests und Adressdatenbanken für Beratungsstellen vor Ort.

Landesstellen für Glücksspielsucht

Fast jedes Bundesland verfügt über eigene Koordinierungsstellen. Eine zentrale Anlaufstelle ist:

Webseite:
https://www.spielen-mit-verantwortung.de

Anonyme Spieler (Gamblers Anonymous)

Selbsthilfegruppen bieten den Austausch mit anderen Betroffenen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Webseite:
https://www.anonyme-spieler.org

Informationen für Angehörige und Freunde

Glücksspielsucht ist eine Krankheit, die nicht nur den Spieler betrifft, sondern das gesamte soziale Umfeld belastet. Partner, Eltern und Kinder leiden oft massiv unter den finanziellen und emotionalen Folgen.

Wenn Sie vermuten, dass jemand in Ihrem Umfeld ein Glücksspielproblem hat:

  1. Sprechen Sie das Thema an

    Wählen Sie einen ruhigen Moment, in dem die Person nicht gerade gespielt hat. Vermeiden Sie Vorwürfe. Sprechen Sie aus der Ich-Perspektive über Ihre Sorgen und Beobachtungen ("Ich mache mir Sorgen, weil...", "Mir ist aufgefallen, dass...").

  2. Schützen Sie sich selbst

    Trennen Sie Ihre Finanzen von denen des Spielers. Geben Sie keinen Zugriff auf Ihre Konten.

  3. Keine "Co-Abhängigkeit"

    Übernehmen Sie keine Schulden des Spielers und lügen Sie nicht für ihn, um ihn vor Konsequenzen zu schützen. Damit verlängern Sie das Leiden oft nur, da der Leidensdruck genommen wird, der zur Einsicht führen könnte.

  4. Holen Sie sich Hilfe

    Die oben genannten Beratungsstellen (BZgA, Caritas, Diakonie) bieten spezielle Beratungen für Angehörige an. Nutzen Sie diese Angebote, um Ihre eigene psychische Gesundheit zu stabilisieren.

Rechtlicher Rahmen und Jugendschutz

Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und ihren Wohnsitz in einem Gebiet haben, in dem unsere Lizenz gültig ist. Wir operieren strikt auf der Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021).

Jugendschutz

Minderjährigen ist die Teilnahme am Glücksspiel gesetzlich verboten. Wir setzen modernste Verifizierungsverfahren ein, um sicherzustellen, dass keine Minderjährigen Zugriff auf unsere Plattform erhalten. Sollten wir feststellen, dass ein Nutzer minderjährig ist, wird das Konto sofort gesperrt und alle Gewinne werden einbehalten.

Wir empfehlen Eltern, Filtersoftware (wie z.B. NetNanny oder CyberPatrol) zu installieren, um den Zugriff auf Glücksspielseiten für Kinder im Haushalt zu blockieren.

Lizenzierte Sicherheit

Als behördlich zugelassener Anbieter unterliegen wir strengen Auflagen hinsichtlich der Sicherheit der Spielergelder, der Fairness der Spiele und der Maßnahmen zur Suchtprävention.

Wichtiger Hinweis zum Abschluss

Glücksspiel kann süchtig machen.
Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren erlaubt.

Brauchen Sie Hilfe?

Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, zögern Sie bitte nicht.

Nutzen Sie die Selbstsperre oder kontaktieren Sie die BZgA:

0800 1 37 27 00

(kostenlos und anonym)

Spielen Sie verantwortungsbewusst. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden sind wichtiger als jeder Gewinn.